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News

Virtuelles Kick-off des BMK COVID Pop-up Hubs

28. September 2020

Was kann Innovation und Technologie dazu beitragen, damit wir besser aus dieser Krise kommen und damit leben können?

Der BMK COVID Pop-up Hub startete am 24.9.20 mit dem virtuellen Kick-off. Mag. Michael Wiesmüller, Leitung der Abteilung für Schlüsseltechnologien für industrielle Innovation: IKT, Produktion und Nanotechnologie (III/i5) im BMK, stellte die Vision und das Ziel des Pop-up Hubs vor: Gemeinsam aus der COVID-19-Krise lernen.

Es herrscht noch immer viel Ungewissheit nach der ersten akuten COVID-19 Welle. Wie soll es weitergehen, was können wir machen, was kommt nach der Krise? Und was kann Innovation und Technologie dazu beitragen, damit wir besser aus dieser Krise kommen und damit leben können? Genau deshalb werden bis Jänner 2021 im Rahmen des Hubs virtuell gemeinsam Ideen gesammelt und Lösungsansätze für zukünftige Krisen definiert – in öffentlichen Diskussionen, Workshops, Experteninterviews und vielem mehr. Aus den Erkenntnissen der unterschiedlichen Programmpunkte sollen Empfehlungen für das BMK formuliert werden, um Orientierung für programmatische Ausrichtungen zu geben.

Auch Keynote-Speaker Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn, Facharzt und Professor für Innere Medizin und Additivfacharzt für Gastroenterologie und Hepatologie, stimmte auf die Thematik ein und betonte, wie wichtig Innovation aus Sicht der Medizin ist und dass COVID nur ein Weckruf gewesen sei. Er brachte Fragen und Fakten aus medizinischer Sicht ein, z.B. über die Zahlen, Verbreitung und Vorbeugung des Virus. Er schloss seine Keynote mit einem Zitat von Karl Valentin: „Sicher ist, dass nichts sicher ist.“

Vier Fokusthemen – viel Debattierstoff

Im Fokus des Hubs stehen vier Fokusthemen: Distancing, Digitale Gesundheit, Ökonomische Puffer, und Staatliche Intervention. Die einzelnen Partner des Pop-up Hubs AIT, nexyo, Red Swan und cbased stellten diese durch die Krise besonders relevant gewordenen Themen vor und machten auf die Mitmachmöglichkeiten aufmerksam. Zur thematischen Aufarbeitung können sich Teilnehmende in regelmäßigen offenen Diskussionen auf Discuto – einem online Crowd Engagement Tool – dazu einbringen. Teilnehmende mit besonders relevanten Ideen werden zu Workshops eingeladen, wo die Themen in Fokusgruppen ausgestaltet werden.

 

Distancing

Univ.-Prof. Dr. Manfred Tscheligi, AIT Austrian Institute of Technology, Center for Technology Experience, behandelt dieses Thema. Dabei soll unter anderem darauf eingegangen werden, welche Auswirkungen die Krise auf unsere zukünftigen Verhaltensweisen hat oder wie dieses Phänomen als neues Gesellschaftskonzept implementiert werden kann, ohne uns dabei als Menschen zu distanzieren. Besonderer Fokus gilt dabei auch der Frage der Technologien und wie uns digitale Lösungen weiter unterstützen können.

Zu diesem Thema wird es Design-Fiction-Workshops sowie Online-Diskussionen und Interviews geben.

 

Digitale Gesundheit

Die Krise hat gezeigt, dass ein intaktes und agiles Gesundheitssystem unabdingbar ist. Doch gerade dieser Sektor steht vor einer digitalen Transformation – es müssen neue, innovative Technologien nachhaltig im Gesundheitssektor implementiert werden. Wie kann das aussehen und welche konkreten Learnings nehmen wir aus der jetzigen Krise mit? Dieser Fragestellung möchten Prof. Dr. Siegfried Meryn und das Team rund um nexyo (Lisa Höllbacher, Andreas Huber) auf den Grund gehen.

Dazu wird es drei unterschiedliche Workshops geben: Wie sieht eine COVID User Journey aus – wie wurde bzw. wird diese wahrgenommen? Wie sieht der Umgang mit Daten aus und welche Rolle spielen Prognosemodelle? Und wie sieht eigentlich die junge Generation diese Krise und welche Learnings sollten daraus gezogen werden?

Das Programm wird ergänzt durch Online-Diskussionen und Expert*innen-Interviews.

 

Ökonomische Puffer

In den letzten zehn Jahren wurde durch das stetige Wachstum und den Fokus auf Gewinn und Effizienz immer weniger auf ökonomische Puffer geachtet. Dass ökonomische Puffer für eine resiliente Wirtschaft jedoch sehr wichtig sind, hat der Ausbruch der COVID-19-Krise deutlich gezeigt. Mag. Ursula Eysin, Geschäftsführerin von Red Swan, leitet in Szenario-Workshops die Diskussion über ein nachhaltiges wirtschaftliches Handeln. Dazu gehören krisenfeste Liefer- und Produktionsketten, Bonussysteme, die langfristiges Denken belohnen, oder nachhaltigere Geschäftsmodelle.

In drei Szenario-Workshops wird auf diese Fragestellungen im Detail eingegangen und Meinungen und Erkenntnisse aus den Online-Diskussionen werden aufgegriffen. In Interviews werden Expert*innen dazu Stellung beziehen und ihre Einschätzung teilen.

 

Staatliche Intervention

Unsere Entscheidungsfreiheit, Demokratie und sozialer Zusammenhalt wurden durch den Ausbruch der COVID-19-Krise auf die Probe gestellt. Welche Bedeutung haben staatliche Interventionen in Krisenzeiten und wie reagiert man aus ökonomischer Sicht möglichst schnell und richtig? Ist der Green Deal der Europäischen Kommission der notwendige Rettungsanker? Dr. Hannes Leo, cbased, diskutiert mit den Teilnehmer*innen gemeinsam über diese zentrale Frage und wo wir ansetzen können.

Zur Diskussion

 

Wir befinden uns in einer Zeit mit vielen Umwälzungen. „Vieles steht auf Change“, betont Michael Wiesmüller. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten und einen Kurs für die Zukunft definieren, um besser aus der (nächsten) Krise zu kommen. „Wir versuchen, Dinge ins Werden zu bringen.“

Das Programm wird regelmäßig auf der Seite des BMK COVID Pop-up Hubs aktualisiert. Die DIO ist ebenfalls Partner des Hubs und lädt das DIO-Netzwerk zur regen Teilnahme an den Diskussionen ein.

 

 

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